Clara Schüler & Abiturienten

Die Ausbildungszeit im Verkaufshaus

Ein Blick hinter die Kulissen von P&C

In meinem letzten Post habe ich euch von meinem Uni-Alltag erzählt. Mittlerweile bin ich wieder im Verkauf und möchte euch in diesem Beitrag etwas über das Leben im Verkaufshaus während der Ausbildung erzählen. Natürlich verbringt man viel Zeit auf der Verkaufsfläche. Doch es gibt noch andere Bereiche im Haus die zum reibungslosen Tagesablauf beitragen. Als dualer Student macht ihr ein sogenanntes Kurzpraktikum. Hier lernt ihr verschiedene Bereiche im Verkaufshaus kennen. Ein Praktikum in der Deko und in der Hauptkasse haben mir einen Einblick über diese zwei Bereiche gegeben. Von meinen Erfahrungen, berichte ich euch heute.

Die Innendekoration spielt eine wichtige Rolle. Dies übernimmt der kreative Teil des Hauses, das Deko-Team. Im morgendlichen Hausrundgang werden alle Deko-Figuren, die im Schaufenster und auf der Verkaufsfläche positioniert sind überprüft, entstaubt und um eventuell fehlende Details wie einen Schal oder ein Tuch ergänzt. Zu dem Rundgang gehört auch, dass man die Schaufensterflächen putzt und die Laufstege im Haus reinigt. Alle Pflanzen müssen gegossen werden. Im weiteren Tagesablauf werden dann Aufgaben verteilt wie beispielsweise Outfits für neue Figuren heraussuchen, Wände streichen, Schilder für den Verkauf drucken, Schmuck und Accessoires für die Figuren kaufen.

Viele dieser Aufgaben durfte ich während meines Praktikums selber machen. Es war eine wirklich spannende und kreative Zeit! Einer aus dem Team hat den sogenannten “Fensterdienst”. Dies ist eine der Schnittstellen, die man zum Deko-Team hat. Während eines Tages kommt es häufig vor, dass ein Kunde ein Teil anprobieren möchte, welches dekoriert ist. In so einem Fall ruft man jemandem aus dem Deko Team, der das Kleidungsstück dann für den Kunden abdekoriert. Eine wichtige Rolle spielt zudem die Hauptkasse. Dies ist die Abteilung der alle Kassierer und Packtisch Mitarbeiter angehören. Bei Peek & Cloppenburg sind die Verkaufsmitarbeiter nämlich nicht für das Kassieren zuständig. Dies macht eine separate Abteilung. Trotzdem ist es für uns Azubis wichtig diese Abläufe zu kennen.

Außerdem war ich auch im Kassenbereich tätig. Dort habe ich die Ware entsichert und für den Kunden eingepackt. Das ist anstrengender als gedacht weil man möglichst schnell und effizient arbeiten muss. Es dürfen keine falschen Artikel eingepackt werden und keine Sicherungen vergessen werden. Besonders in den umsatzstarken Zeiten leisten die Mitarbeiter wirklich viel und arbeiten gegen die langen Schlangen vor den Kassen an.

Während des Praktikums erfährt man, wie die Kassen abgerechnet werden und welche Belege verwahrt werden müssen. Eventuellen Fehlbuchungen muss nachgegangen werden. Die Hauptkasse kümmert sich neben den Retouren und den Bezahl- und Kassiervorgänge auch um die Reisekostenabrechnungen der Mitarbeiter. Wenn ich mir zum Beispiel ein Bahn Ticket für die Uni kaufe kann ich dieses in der Hauptkasse einreichen und bekomme dann das Geld erstattet.

Im Alltag steht man nicht nur mit den Verkaufsmitarbeitern und den Kunden im Kontakt sondern arbeitet und kooperiert mit vielen anderen Mitarbeitern. Neben der Deko und der Kasse gibt es noch den Mode Service der für die Ware zuständig ist. Er betreut das Lager und schickt auf Abruf fehlende Größen für den Verkauf herunter. Zudem unterstützt er den Verkauf bei Reduzierungen, stellt Bügel und Rollstangen zur Verfügung. Fehlt ein Etikett an einem Artikel wird es neu gedruckt und angebracht.

Alle großen Häuser haben zusätzlich ein Atelier im Haus. Hier sitzen Schneiderinnen, die die Kleidungsstücke für den Kunden Passform genau ändern. Zur Zeit bin ich in der Premium Abteilung. Da kommt es häufig vor, dass ich für einen Kunden eine Schneiderin rufe. Hosen werden gekürzt, Nähte ausgebessert, Knöpfe angenäht, Flecken entfernt, Kleidungsstücke gebügelt…Passiert einem beim Mittagessen mal ein Missgeschick mit dem Essen kann man den Fleck im Atelier natürlich auch entfernen lassen. So kann man wieder mit einem gepflegten Outfit im Verkauf sein.

Wie ihr seht, verbirgt sich viel mehr als nur die für den Kunden sichtbare Verkaufsfläche in den P&C Häusern. Ich finde es wichtig, dass man zu allen Abteilungen guten Kontakt hat und eine enge Kommunikation pflegt. Denn nur so können alle Abläufe reibungslos funktionieren.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Clara

| 26. Januar 2015

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