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Ein Tag als Merchandise Controller

Was mache ich hier eigentlich?

Merchandise Controller – klingt interessant! Aber wie sieht so ein Tag im Einkauf eigentlich aus? Fabian war so nett uns mal einen Blick über die Schulter zu gewähren…

Um kurz vor 9 Uhr beginne ich mit meiner Arbeit in unserer Düsseldorfer Zentrale. Natürlich interessiert mich zuerst, wie der Umsatz am gestrigen Tag war und was sich am besten verkauft hat. Ich verantworte als Merchandise Controller den Bereich Herren Outdoor für 53 Verkaufshäuser in Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Gestern scheint unseren Kunden kalt gewesen zu sein, denn die Umsätze waren sehr gut und wir konnten viele Wolljacken verkaufen. In einigen Häusern im Süden Deutschlands waren die Abverkäufe eines bestimmten Artikels so gut, dass ich ihn sofort nachkaufen möchte. Dazu frage ich die aktuellen Lagermengen beim Lieferanten an. Die Aufträge schreibe ich später, denn jetzt – es ist gleich 10 Uhr – geht es erst mal in ein Meeting und ich muss noch ein paar Unterlagen zusammenstellen.

In diesem wöchentlichen Meeting bespreche ich mit den Einkäufern und Bereichsleitern nun erst mal die aktuellen Abverkäufe und denke über erste Reduzierungen nach. Die Analysen und Auswertungen, die als Entscheidungsgrundlage dafür dienen, habe ich gestern bereits vorbereitet. Diesmal haben wir wirklich viel zu besprechen und das Meeting dauert bis zum Mittag an.

Nach dem Mittagessen bearbeite ich zuerst ein paar Anfragen aus unseren Häusern. Dabei geht es in der Regel um die Bewirtschaftung oder den einfachen Informationsaustausch zwischen Einkauf und Verkauf. Mit einem Abteilungsleiter tausche ich mich bei einem Telefonat etwas ausführlicher über die aktuellen Sortimente aus.

Um 15 Uhr erhalte ich endlich die Information von unserem Lieferanten wegen der Wolljacken. Ich prüfe die Abverkäufe der einzelnen Häuser, schreibe die Aufträge und kaufe den Artikel großzügig nach. Ich hoffe, dass das Wetter so kalt bleibt.

Am späten Nachmittag zeigt mir der Einkäufer die Jacken eines neuen Lieferanten und wir überlegen, an welchen Standorten wir die Jacken am besten verkaufen könnten. Um unsere Ideen mit einigen Kennzahlen zu unterlegen, mache ich ein paar Analysen in unserem Warenwirtschaftssystem.

Bevor ich um ca. 18 Uhr nach Hause gehe, möchte ich noch den nächsten Tag vorbereiten, denn morgen startet die Planungsphase für die neue Wintersaison.

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