Luisa Schüler & Abiturienten

Über kleine Umwege zum Ziel

Erfahrungsbericht, Handelsfachwirt Jan

Hallo Zusammen,

mein Name ist Jan, ich bin 21 Jahre alt und ich absolviere seit  2016 meine Ausbildung zum Handelsfachwirt bei Anson’s im Verkaufshaus Köln. Die Entscheidung eine Ausbildung zu machen habe ich nicht sofort nach dem Abitur getroffen, sondern über einen kleinen Umweg. Davon möchte ich euch heute erzählen:

Nach dem Abitur entschied ich mich ein Studium zu machen, war aber mit dieser Entscheidung überhaupt nicht glücklich. Dir geht es genauso? Vielleicht kann ich dir mit diesem Blogbeitrag weiterhelfen!

Nach meinem Abitur war ich mit dem überwältigendem Angebot, wie wahrscheinlich auch viele von euch, total überfordert. Mit dem Abitur in der Tasche war für mich jedoch schnell klar „Ich will studieren!“. Trotz diverser Studienmessen wusste ich nicht, was genau  ich wirklich studieren möchte. Um auf Nummer sicher gehen habe ich dann das Business Administration Studium in Bonn angefangen. Meine Hoffnung war, dass ich hiermit sehr breit aufgestellt sein würde und ich mich im Laufe des Studiums auf einen bestimmten Bereich spezialisieren kann. Kaum war die Ersti-Woche vorüber, hatte sich die Aufregung gelegt und die Realität holte mich ein. Schnell wurde mir bewusst, wie trocken und langweilig so ein Studium sein kann, da es nur sehr wenig Praxisbezug gab. Die Vorlesungen waren wenig anschaulich und sehr theoretisch.

Studium: Viel Theorie, keine Praxis

Trotz meiner ersten bestandenen Prüfungen am Ende des Semesters fragte ich mich: „Willst du das tatsächlich mindestens fünf weitere Semester machen?“ Meine Antwort lautete „nein“ und somit habe ich angefangen mich über andere Studiengänge zu informieren. Mir war wichtig, dass ich dieses mal etwas finde, womit ich wirklich zu hundert Prozent  zufrieden bin und meine Leidenschaft zur Mode, aber auch mein wirtschaftliches Interesse unter einen Hut bringen kann. Durch Zufall bin ich auf das Abiturientenprogramm des Handelsfachwirt aufmerksam geworden, welches mich sofort angesprochen hat. Sehr schnell wusste ich, dass ich mich auf diese Ausbildung bewerben möchte.

Vom Studium zur Ausbildung

Das tolle an diesem Programm ist, dass es unternehmensintern und -extern sehr hoch angesehen wird. So war es nicht verwunderlich, dass ich gleich zu Beginn der Ausbildung schon viel Verantwortung übernehmen durfte. Die Kundenbetreuung macht mir noch genauso viel Spaß, wie am ersten Tag und es ist toll Kunden mit seinem modischen Gespür zu überzeugen. Wir Handelsfachwirte, oder intern auch „Hafis“ genannt, haben die Chance viel auf der Verkaufsfläche zu stehen und somit im direkten Kontakt zum Kunden zu sein. Das ist sehr wichtig, da dort unser Kerngeschäft liegt und der Verkauf eine Säule des Unternehmens darstellt.

Einzigartig ist das umfangreiche Seminarangebot. Wir bekommen dort nicht nur wissen über unser Warenwirtschaftssystem, sondern auch über interessante Themen wie soziale Kompetenz vermittelt. Diese bringen uns sowohl beruflich als auch privat weiter.  Außerdem wird uns im Bildungszentrum in Springe bei Hannover genau die Theorie vermittelt, die wir für unseren weiteren beruflichen Werdegang benötigen. Von den Fächern Warenkunde bis zum Personalmanagement  wird alles abgedeckt. Diese Kombination aus Theorie und Praxis bereitet uns perfekt auf unsere zukünftigen Aufgaben vor.

Diese bestehen keineswegs  nur aus Verkaufen, denn in unserem Unternehmen bekommt man mit viel Fleiß und erlerntem Know-How schnell Verantwortung übertragen. Somit besteht auch schon innerhalb der Ausbildung die Möglichkeit die Position des stellvertretenden Abteilungsleiters oder gegebenenfalls des Abteilungsleiters zu übernehmen.

Soll es doch in eine andere Richtung gehen? – Kein Problem!

Mit dem Handelsfachwirt absolvierst du gleich zwei  Abschlüsse. Nach zwei Jahren absolvierst du bereits den ersten Abschluss, den/die Kaufmann/-frau im Einzelhandel. Anschließen hast du die Möglichkeit dich auf das betriebswirtschaftliche Fernstudium zu bewerben. Ist man doch eher der kreative Typ, besteht die Möglichkeit sich auf das Mode- und Designmanagement  Studium zusammen mit der AMD zu qualifizieren. Möchtest du lieber den Praxisbezug erhalten, kannst du die Weiterbildung zum Handelsfachwirt absolvieren.

Ich persönlich werde meine Fortbildung zum Handelsfachwirt weiterhin anvisieren, denn auch noch nach meiner Fortbildung habe ich die Chance zu studieren und bekomme bei den meisten Fachhochschulen sogar Semester angerechnet.

In meinen Augen war es genau die richtige Entscheidung mein Studium rechtzeitig abzubrechen und stattdessen eine Ausbildung anzufangen. Wem es ähnlich geht, der kann sich hier auf unserer Karriereseite im Detail über die Inhalte der Ausbildung informieren.

Euer Jan

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