Luisa Schüler & Abiturienten

Expectation vs. Reality

Die Ausbildung zum Handelsfachwirt

Hallo zusammen,

mein Name ist Laureen, ich bin 21 Jahre alt und ich mache die Ausbildung zur Handelsfachwirtin im Verkaufshaus Düsseldorf. Aber wie sieht die Ausbildung zum Handelsfachwirt genau aus?  Oft sieht die Realität ja dann doch anders aus als die Vorstellung. Deswegen möchte ich heute ein paar Irrtümer aufdecken… Expectation  vs. Reality!

Bürotätigkeit statt Hands-On?

Expectation:  50% Fläche – 50% Bürotätigkeiten. Man arbeitet zu gleichen Teilen auf der Verkaufsfläche und im Büro…

Reality:  50% Prozent langweilige Bürotätigkeiten? Pustekuchen! Ich würde sagen man kümmert sich zu 80% um das Management der Verkaufsfläche: Kunden beraten, Neuware aufbauen, die Abteilung umbauen und natürlich dafür sorgen, dass die Fläche am Ende des Tages picobello aussieht, um am nächsten Tag wieder durchstarten zu können. Die Erfahrung und Arbeit auf der Verkaufsfläche ist wahnsinnig wichtig, denn wir werden schließlich für die Position des  Abteilungsleiters ausgebildet, der für die gesamte Fläche, die Mitarbeiter und Abteilung zuständig ist. Natürlich beschäftigt man sich auch mit den Umsatzzahlen der Abteilung und wertet diese aus. Was läuft gut, was läuft schlecht, wo kann ich Ware umbauen und verändern, um den Umsatz anzukurbeln.  Auch interne Seminare,  die Berufsschule und das Zentralpraktikum sorgen für Abwechslung. Ein langweiliger Bürojob ist dies aber auf keinen Fall!

Wurf ins kalte Wasser?!

Expectation:  Die Ausbildung zum Handelsfachwirt bereitet den Azubi auf die Führungsposition vor. Aber wenn man so viel auf der Verkaufsfläche steht heißt das nur verkaufen, verkaufen, verkaufen…oder auch Verantwortung?

Reality: Verantwortung seit dem ersten Tag! Es fängt mit kleinen eigenständigen Aufgaben an und reicht bis zu eigenen Zuständigkeitsbereichen in der Abteilung. Ich war beispielsweise direkt im ersten Lehrjahr zwei Wochen ohne Führungskraft in der Boutique. Dies ist kein Regelfall, kann aber auf Grund von Seminaren oder Urlauben vorkommen.  Es gibt natürlich normalerweise noch den stellvertretenden Abteilungsleiter, somit ist man nie auf sich allein gestellt. Dennoch entwickelt man sich in solchen Situationen extrem weiter und lernt sehr schnell, sehr viel dazu. Man steht zudem im ständigen Austausch mit den Geschäftsleitern und hat immer einen Ansprechpartner bei Fragen.

Im 2. Lehrjahr absolviert man dann den Substitutenkurs (stellv.  Abteilungsleiter). Auch ich habe im Mai meinen Kurs abgeschlossen, wodurch mir zusätzliche Verantwortung übertragen wird, denn ab diesem Zeitpunkt ist man in einer festen Abteilung (es folgen keine Abteilungswechsel mehr) in der man seinen Abteilungsleiter vertritt und ganz eng mit ihm zusammen arbeitet.  Von nun an kommen von Zeit zu Zeit immer mehr Aufgaben und Verantwortung auf einen zu.

Selbstverständlich ist ein wichtiger Bestandteil auch das Verkaufen und die Kundenberatung. Das ist auch nicht ganz so einfach wie man denkt, denn die Kunden erwarten eine professionelle Beratung, viel Zeit des Mitarbeiters und Vertrauen in unsere Arbeit. Verkaufstechniken und alles rund um die Ware lernt man in internen Seminaren, in der Berufsschule und natürlich von den „alten Hasen“ und Abteilungsleitern. Nicht immer sind die Wünsche und Anforderungen der Kunden einfach zu erfüllen, aber auch die lernt man mit der Zeit zu bedienen! ;) Es wird jedenfalls nie langweilig und das schönste sind die Kunden die glücklich aus dem Laden gehen und dir sagen, wie dankbar sie für die tolle Beratung sind.

Apropos Berufsschule…

Expectation:  Berufsschule in Springe?! 2 Wochen Unterricht auf einem Dorf. Langeweile pur…

Reality:  Es stimmt! 2 Wochen Berufsschule in einem Dorf, wo es nichts gibt außer Felder,  die ein oder andere Einkaufsmöglichkeit und eine urige Kneipe. Aber ganz so langweilig wie gedacht ist es dann doch nicht. Am Wochenende mal nach Hannover shoppen fahren, nach dem Unterricht ins Freibad oder Kino oder einfach einen gemütlichen Abend mit den Azubi Kollegen verbringen, sorgt für Abwechslung. Dazu kommt natürlich auch das Lernen. Ab und zu bildet man Lerngruppen, um sich gegenseitig zu helfen und zu motivieren oder ich lerne zusammen mit meiner Zimmernachbarin. Es ist wirklich sehr viel Stoff in kurzer Zeit, aber mit etwas Fleiß bekommt man das alles sehr gut gemeistert  ;-)

Aus Azubikollegen werden Freunde…

Expectation:  Freunde finden und Kontakte knüpfen? Das wird sicherlich schwer in so einem großen Unternehmen…

Reality:  Falsch gedacht! Durch Springe, gemeinsame Seminare, Azubitreffen, die gemeinsame Pause und das Arbeiten auf einer Etage sieht man sich oft und verbringt sehr viel Zeit zusammen. Auch nach der Arbeit mache ich öfters was mit meinen Azubikollegen, die mittlerweile nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde fürs Leben geworden sind.

Auch die anderen Mitarbeiter sind alle super nett und nehmen einen als Azubi total herzlich auf. Auch wenn ein Abteilungswechsel ansteht, fällt das Einleben und Anschluss finden nicht schwer!

Insgesamt kann ich sagen, dass es die absolut richtige Entscheidung war das Abiturientenprogramm zu machen und man sich vorher viel zu viele Gedanken gemacht hat, wie es wohl alles werden wird. Denn wie sagt man so schön 1. Kommt es anders und 2. Als man denkt  ;-)

Neugierig geworden? Dann erfahrt hier mehr über das Abiturientenprogramm.

Schreibe uns deinen Kommentar